Verleihung des ÖGPhyt-Preises 2002 an

OA Dr. Erich Mur, Universitätsklinik Innsbruck, Rheumaambulanz

in Würdigung seiner Arbeit:
Mur E., Hartig F., Eibl G., Schirmer M.: Randomized double blind trial of an extract from the pentacyclic alkaloid-chemotype of Uncaria tomentosa for the treatment of rheumatoid arthritis. J. Rheumatol. 2002, 29: 678-681.

Der Preisträger mit Präsidentin Simányi und Vizepräsident Univ. Prof. Dr. W. Kubelka

Der Preisträger mit Präsidentin Simányi und Vizepräsident
Univ. Prof. Dr. W. Kubelka

Dr. Erich Mur wurde 1958 in Innsbruck geboren. Nach seiner Promotion 1984 zum Doktor der Medizin vertiefte er sich vorerst in molekulare Genetik und medizinische Mikrobiologie, bevor er die Ausbildung zum Facharzt für Physikalische Medizin und auch für Rheumatologie begann, die er 1992 bzw. 1994 erfolgreich abschloss. Seither widmet sich Dr. Mur wissenschaftlichen Untersuchungen auf dem Gebiet der Rheumatologie und physikalischen Medizin. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit engagiert er sich in der Lehrtätigkeit an der Universität Innsbruck und bei der Mitarbeit in medizinischen Organisationen.

Zusammenfassung der Studie:

Die Studie wurde mit dem Ziel durchgeführt, die Sicherheit und klinische Wirksamkeit eines Extraktes aus dem pentazyklischen Chemotyp von Uncaria tomentosa bei Patienten mit aktiver rheumatoider Arthritis zu evaluieren.

40 Patienten, die eine Basismedikation von Sulfasalazin oder Hydroxychloroquin erhielten, wurden randomisiert über 52 Wochen in die 2-phasige Studie eingeschlossen. Während der ersten Phase (24 Wochen, doppelblind, Placebo-kontrolliert) wurden die Patienten mit der Prüfmedikation oder Placebo behandelt, in der zweiten Phase (28 Wochen) erhielten alle Patienten das Extrakt.

Übergabe des Preises durch Präsidentin Prim. DDr. Simányi an OA Dr. Erich Mur

Übergabe des Preises durch Präsidentin
Prim. DDr. Simányi an OA Dr. Erich Mur

Nach 24 Wochen der Behandlung mit dem standardisierten Extrakt aus Uncaria tomentosa konnte eine Reduktion der Zahl der schmerzhaften Gelenke im Vergleich zu Placebo erzielt werden. An Patienten, die in der ersten Phase Placebo erhielten und nur in der zweiten Phase das Extrakt, konnte eine Reduktion der Zahl der schmerzhaften Gelenke, der geschwollenen Gelenke und des Ritchie Index im Vergleich zu 24 Wochen Behandlung mit Placebo beobachtet werden.

Das auf pentazyklische Alkaloide standardisierte Präparat wurde von allen Patienten sehr gut vertragen, lediglich zu Beginn der Therapie wurden vereinzelt gastrointestinale Erscheinungen wie kurzzeitige Diarrhöe beobachtet.

 


Im Anschluss an die Vorträge laden wir Sie gemeinsam mit der Fa. Immodal Pharmaka, Volders/Tirol, zu einem kleinen Buffet ein.



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zuletzt geändert am 06.06.05 von webmaster@phytotherapie.at